Terrasse planen
In den 70er Jahren waren Waschbetonplatten angesagt, aber jetzt ist die Zeit für etwas Neues gekommen! Holzterrassen erfreuen sich großer Beliebtheit. Hier erfahren Sie, worauf bei der Planung und Umsetzung geachtet werden sollte.
Ein Holzbelag verleiht der Terrasse einen wohnlichen und gemütlichen Charakter. Es gibt eine Reihe robuster Hölzer, die Wind und Wetter standhalten und sich somit optimal für den Außenbereich eignen. Hier finden Sie verschiedene Möglichkeiten, Ihren Terrassenboden mit Holz zu verlegen.
Fünf Fakten:
Holzterrassen sind wegen ihrer natürlichen Optik und warmen Ausstrahlung sehr beliebt.
Bei der Planung ist die Wahl des richtigen Holzes entscheidend.
Die Holzart sollte zu den örtlichen Witterungsbedingungen und dem gewünschten Look passen.
Eine fachgerechte Unterkonstruktion ist wichtig, um die Stabilität der Holzterrasse zu gewährleisten.
Die Terrassendielen sollten regelmäßig gepflegt und vor Feuchtigkeit geschützt werden.
Eine Terrasse in einen Wohlfühlort zu verwandeln, ist nicht kompliziert. Dank der individuellen Maserung des Holzes wird jede Terrasse zu einem Unikat und das Wohnzimmer wird bis in den Garten verlängert. Ein Holzboden ist solide und relativ pflegeleicht. Der natürliche Belag verbreitet mediterranes Flair. Je nach Holzart ist er außerdem sehr langlebig.
Variable Nutzung
Eine Holzterrasse lässt sich für unterschiedliche Zwecke nutzen: Man kann darauf sonnenbaden, Kaffee und Kuchen genießen oder gemütliche Grillabende verbringen. Eine windgeschützte Leseecke oder eine Gartenbank laden zum Verweilen ein.
Viele Experten empfehlen eine Größe von 12 m². Damit bietet die Terrasse Platz für rund acht Personen, die bequem an einem Tisch sitzen können. Für einen Sonnenschirm, einen Grill und eine Lagerbox für die Sitzpolster sollten zusätzlich rund fünf Quadratmeter eingeplant werden.
Holzarten: Welches Terrassenholz eignet sich am besten?
Sie haben sich für eine Holzterrasse entschieden und sind nun auf der Suche nach geeignetem Holz? Zur Auswahl stehen Harthölzer, zum Beispiel Bangkirai, Robinie oder Teak, sowie Nadelhölzer wie Douglasie, Fichte, Kiefer oder Lärche. Bei der Auswahl sollten Sie berücksichtigen, dass die verschiedenen Hölzer unterschiedliche Widerstandsfähigkeiten und Lebensdauern aufweisen. Des Weiteren werden Hölzer auch nach Haltbarkeitsklassen klassifiziert. Lassen Sie sich von einem Tischler oder Schreiner beraten, welche Holzsorte Ihre Anforderungen am besten erfüllt!
Heimische Holzarten aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern sind in der Regel preisgünstig und ökologisch unbedenklich. Ohne chemischen Holzschutz widerstehen Hölzer Verwitterung und Schädlingen unterschiedlich lange, wobei die Dauer des Widerstands von den jeweiligen Bedingungen abhängt.
Die meisten Tropenhölzer sind sehr langlebig im Außenbereich. Doch Raubbau und Plantagen mit Monokulturen gefährden die Regenwälder. Greifen Sie deshalb lieber zu Hölzern aus einer naturnahen Forstwirtschaft. Wenn Sie sich für einen Terrassenboden aus Tropenholz entscheiden, achten Sie darauf, dass dieser FSC-zertifiziert ist. Ansonsten ist es sinnvoll, auf heimische Holzarten zurückzugreifen. Lassen Sie sich von einem Tischler bzw. Schreiner beraten!
Holzfliesen oder Holzdielen?
Wenn Sie eine Terrasse aus Holz bauen möchten, sollten Sie zunächst entscheiden, ob Sie Holzdielen oder -fliesen bevorzugen. Holzfliesen sind in der Regel mit einem Klick-System ausgestattet und somit sehr einfach zu verlegen. Beachten Sie bei der Auswahl von Holzfliesen, dass dickere Platten auch fester sind. Terrassendielen sehen nicht nur solide aus, sondern sind in der Regel auch aus hundertprozentigem Holzmaterial gefertigt – im Unterschied zu den Fliesen, die oft aus Holzimitaten bestehen.
Holzdielen bieten viele Vorteile, besonders, wenn die Terrasse neu angelegt und mit einer individuellen Gestaltung überzeugen soll und einen hochwertigen Eindruck vermitteln soll. Terrassendielen sind in allen Holzarten erhältlich. Die Längen liegen meist zwischen zwei und vier Metern, die Breite beträgt oft 14 Zentimeter und die Stärke zwei bis drei Zentimeter. Passende Unterkonstruktionen bestehen aus circa 4 x 7 cm starken Lagerhölzern mit einer Länge von bis zu drei Metern. Gegebenenfalls muss diese Unterkonstruktion Höhenunterschiede ausgleichen.
Tipp:
Um Fehler zu vermeiden, sollten Sie den Bau einer Holzterrasse einem Tischler überlassen. Eine Holzterrasse ist eine Investition, die sich in langlebiger Qualität widerspiegeln sollte. Diese ist nur durch einen fachgerechten Bau garantiert!
Gestaltung
Um die Terrasse optisch zu verbreitern, sollten die Bretter längs zur Hauswand verlegt werden. Werden die Bretter hingegen rechtwinklig zur Fassade platziert, wirkt die Terrasse tiefer. Durch eine diagonale Verlegung erscheint sie in beide Richtungen größer als sie tatsächlich ist. Wenn unter den Dielen eine Folie, das sogenannte Unkrautvlies, verlegt wird, wird Unkraut, das durch die Ritzen wachsen könnte, zurückgedrängt.
Berlin, 20. April 2026
Dein Ansprechpartner
Axel Schoen
Referent Marketing und Kommunikation
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