Innentüren sind raumprägende Gestaltungselemente
Die Auswahl an Innentüren ist riesig – erst recht, wenn sie individuell von einem Tischler oder Schreiner angefertigt werden. Zimmertüren sind nicht nur Raumteiler, sondern bieten auch vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Hier finden Sie heraus, welche Innentüren zu Ihrem Raumkonzept passen.
Innentüren mit Glasflächen lassen Licht in dunklere Räume. Beim Landhausstil sind Türen aus Holzarten wie Kiefer oder Fichte beliebt. Türen für den Innenbereich sind generell filigraner und weniger massiv als Wohnungseingangstüren.
Gut zu wissen:
• Zimmertüren sind aus Holz, Holzwerkstoffen, Glas oder einer Materialkombination erhältlich.
• Für den Innenbereich können Sie sich zwischen herkömmlichen Anschlagtüren (auch Schwenk- oder Drehtüren genannt), Schiebetüren oder Pendeltüren entscheiden.
• Türen, insbesondere mit Sondermaßen sollten Sie von Fachleuten fertigen und einbauen lassen.
Woraus bestehen Zimmertüren?
Holz-Innentüren
Gerne werden Innentüren aus hochwertigem Kiefern- oder Fichtenholz für den Innenbereich gewählt. Leichter und formstabiler als Massivholzvarianten sind Modelle aus Holzwerkstoffen mit Echtholzfurnier. Bei hellen Hölzern sind Ahorn, Birke, Buche und Esche und bei dunkleren Eiche gefragt. Das Holz von Kirsch- und Nussbaum ist rötlich gefärbt. Durch Beize und Lasur lassen sich Holzarten veredeln und farblich anpassen, ohne dass der ursprüngliche Charakter des Holzes überdeckt wird.
Glas-Innentüren
Glastüren bestehen in der Regel aus Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) mit gefasten, also abgeschrägten, Kanten. ESG ist stabiler als herkömmliches Flachglas. Sollte die Glastür dennoch brechen, zerfällt sie in stumpfe Krümel statt in scharfe Scherben, ähnlich wie man es bei Windschutzscheiben von Autos kennt. Beschläge wie Türgriff, Schloss und Bänder sind in Bohrungen und Aussparungen direkt im Glas befestigt. Die Türzargen von Glastüren sind in der Regel aus Holzwerkstoffen oder Metall gefertigt.
Bei vielen Zimmertürmodellen wird der Werkstoff Glas mit Holz kombiniert. Glasrahmen-Türen hingegen erkennen Sie an zwei senkrechten Friesen an den Längskanten, die oft durch einen Querfries oben ergänzt werden.
CPL-Innentüren
CPL steht für „Continuous Pressure Laminate” und bezeichnet eine vollständig künstliche Oberfläche in hoher Qualität. Das Laminat für CPL-Türen entsteht durch das kontinuierliche Pressen mehrerer Lagen Papier mit härtendem Melaminharz. Abschließend wird die Oberfläche einer CPL-Tür ebenfalls mit einem Schutzfilm aus Melaminharz versehen. Der Vorteil dieser Türen liegt in ihrer Robustheit: Die Oberfläche ist besonders widerstandsfähig, abrieb-, kratz- und stoßfest. Hinter der Oberfläche versteckt sich – wie bei den furnierten Türen – beispielsweise eine Waben-, Röhrenspan- oder Vollspaneinlage. Aufgrund ihrer mehrschichtigen Beschaffenheit sind Türen mit CPL-Oberfläche perfekt für die intensive Benutzung im Alltag geeignet.
Welche Öffnungsrichtungen gibt es bei Innentüren?
Dreh- bzw. Anschlagstüren
Die normale Innentür öffnet sich nach links oder rechts. Die Anschlagsrichtung prägt einen Raum erheblich, da sie darüber entscheidet, welche Zimmerhälfte Sie beim Betreten zuerst sehen.
Schiebetüren
Klassischerweise verschwinden die Türblätter von Schiebetüren im Hohlraum einer Wand. Bei Schiebetüren sprechen die Fachleute statt von Öffnungsrichtung von Laufrichtung. Schiebetüren haben einen besonderen Vorteil. Sie eignen sich gut für Wandöffnungen mit Sondermaßen. Schreiner beraten Sie gerne zur individuellen Schiebetür.
Welche Tür passt zum Haus?
Wer neue Zimmertüren einbauen möchte, sollte zunächst Stilfragen klären: Sollen die Türen hell oder dunkel sein, geölt oder lackiert, mit blickdichtem Türblatt oder mit einem dekorativen Glaseinsatz? Ein Tischler fertigt individuelle Innentüren nach Maß oder liefert Fertigtüren aus seinem reichhaltigen Sortiment. Dabei stimmt er die Türen stets auf die baulichen Erfordernisse sowie auf den Einrichtungsstil und die Lebensart der Bewohner ab.
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Axel Schoen
Referent Marketing und Kommunikation
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