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Sonne,
Wind und die äußeren Temperaturbedingungen beeinflussen das Klima in einem
Wintergarten viel unmittelbarer, als es in den sonstigen Wohnräumen erfahrbar
ist. Wenn man im Winter auch den Wintergarten nutzen möchte, bedarf es einer
ausreichenden Heizung. Vor allen in den Sommermonaten ist eine ausreichende
Lüftung unabdingbar, um ein angenehmes Klima zu gewährleisten.
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| Lüftungssysteme | ![]() |
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Nur eine ausreichende Lüftung stellt
sicher, daß die Luft sich nicht zu sehr aufheizt und vor allem auch die
Luftfeuchte in Grenzen gehalten wird. Da in Wintergärten auch vielfach
Pflanzen eingebracht werden, kann dort die Luftfeuchtigkeit deutlich
höher liegen als in normalen Wohnräumen. Wenn nun diese Feuchtigkeit
sich an kälteren Außenbauteilen kondensiert, kann dies zu Bauschäden
führen.
Ein den Sommermonaten kann es leicht zu Hitzestaus im Wintergarten kommen, wodurch auch Pflanzen geschädigt werden können. Eine Lüftung sollte deshalb automatisch in Aktion treten, auch wenn Sie selbst nicht zu Hause sind. Grundsätzlich kann zwischen einer natürlichen und einer mechanischen Lüftung unterschieden werden, deren Vor- und Nachteile im folgenden aufgelistet sind: |
| Natürliche Lüftung | Mechanische Lüftung | ||||||||
| Ab
einem Temperaturunterschied von mehr als 5 °C beginnt eine natürliche
Luftbewegung sich im Wintergarten einzustellen. Die warme Luft steigt
nach oben und wird in etwa 3 - 4 Metern Höhe nach außen abgeführt.
Die Frischluft sollte möglichst in einem schattigen Bereich in
Fußbodennähe zugeführt werden.
Die Öffnungen müssen kreuzweise gegenüberliegend angeordnet werden, um eine gleichmäßige Belüftung des Raumes zu gewährleisten. Bei Außenbeschattung sollte etwa 10 % der Fläche für die Abluft vorgesehen werden. Bei Innenbeschattung bedarf es zusätzlicher Belüftungsöffnungen zwischen dem Behang und der Scheibe (ansonsten Glasbruchgefahr!).
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Bei
mechanischen Lüftungsanlagen wird die Zu- und Abluft in Abhängigkeit
von der Temperatur mechanisch gesteuert. Die Frischluft wird über
einfache Öffnungen im Fußbodenbereich zugeführt, während die Abluft
mittels Gebläse oder Walzenlüfter abgesaugt wird. Dies kann vom Nutzer
unabhängig von den aktuellen Temperaturbedingungen entsprechend seinen
Nutzungswünschen eingestellt werden.
Etwa 20 Watt elektrischer Energie werden für ein Gebläse notwendig. Diese kann aber auch durch Solarzellen erzeugt werden, da der Lüftungsbedarf normalerweise mit der Sonneneinstrahlung zunimmt. Bei Außenbeschattung sollte etwa ein 7 bis 10facher Luftwechsel des Raumes, bei Innenbeschattung ein 15 bis 30facher Luftwechsel eingestellt werden.
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Werden Glasanbauten mit wohnlicher Nutzung direkt oder indirekt auf mindestens 12 °C beheizt, so sind die Vorgaben der aktuellen Wärmeschutzverordnung zu beachten. Der Wintergarten wird dabei in die Energiebilanz des gesamten Hauses mit einbezogen. Die verglasten Flächen führen zwar einerseits einen Wärmeverlust, der aber gegen die Wärmegewinne durch die Sonneneinstrahlung gegengerechnet wird.
Wintergärten, die nicht beheizt werden, wirken als thermischer Pufferzone zwischen dem Kernhaus und der Umgebung. Das "Einfangen" der Sonnenenergie führt dazu, dass die Wärmeverluste der durch den Glasanbau geschützten Außenwand deutlich zurückgehen. Einfache Verglasungen erzeugen aber in dem unbeheizten Wintergarten schnell eine gewisse Unbehaglichkeit, die von den kalten Glasoberflächen herrührt.
Beheizte Wintergärten werden dagegen mit Isolierglasscheiben ausgestattet, welche die Wärmeverluste deutlich reduzieren und die Behaglichkeit durch die wärmeren Oberflächen verbessert. In Verbindung mit einer richtig geplanten Entlüftung trägt eine Heizung dazu bei, dass weniger Kondensat sich an den kühlen Außenbauteilen bilden kann, wodurch eventuelle Bauschäden vermieden werden.
Die Wärmeschutzverordnung macht für Heizkörper, die unmittelbar vor den Glasflächen aufgestellt werden, zusätzliche Vorschriften. Angenehmer wird eine Fußbodenheizung empfunden. Deren thermische Trägheit kann allerdings auf wechselnde Witterungsbedingungen nur langsam reagieren. Als sinnvoll können sich deshalb Kombinationen aus verschiedenen Heizsystemen erweisen.