Schallschutz im Treppenbau

geschwungene Spindeltreppe in Eiche
Bildnachweis

Knarrende Treppen sind im täglichen Leben mehr als störend. Gerade bei Reihenhäusern ergeben sich dadurch häufig nachbarschaftliche Probleme. Folgende Faktoren bestimmten maßgeblich, wie "leise" die Treppe ist:

  • Die Masse und Dicke der Trennwände zwischen den Häusern
  • Die Art des Stufenbelages ob hart oder weich.
  • Die Art der Treppenbefestigung, starr eingebundene Treppen sind lauter als elastisch gelagert.
  • Das Gewicht der Treppenkonstruktion selbst, durchgehende lange Elemente (z. B. Stahlharfen) oder unter Spannung stehende Teile (z. B. lange Tragholme) können den Schall mehr übetragen als kurze Konstruktionsteile.
  !    

Das Springen und Laufen von Kindern auf Treppen ist in Nebenräumen wesentlich stärker zu hören als die gleichen Bewegungsvorgänge von schwergewichtigen Erwachsenen. Das führt dazu, dass in vielen Fällen die Gerichte bei Streitigkeiten nicht mehr den von der Norm verlangten Trittschallpegel von L'nw 53 dB als Stand der Technik anerkennen, sondern den in der gleichen Norm genannten Vorschlag für einen erhöhten Schallschutz von L'nw 46 dB.

Wenn in Doppel- und Reihenhäusern nur einschalige Wohntrennwände vorhanden sind, ist es für den Treppenbauer extrem schwer, diese Mindestanforderungen an einen ausreichenden Schallschutz zu erreichen.

Zurück zur Übersicht