| G | ipskartonplatten |
Der
Rohstoff für Gipskartonplatten stammt heute überwiegend aus der Verwertung von
sogenannten REA-Gipsen der Rauchgasentschwefelung der Großfeuerungsanlagen.
Diese Gipse weisen gegenüber Naturgipsen keinen erhöhten Gehalt an
Schadstoffen auf und die natürlichen Gipsvorkommen werden geschont. Daher ist für
diese Platten ein Umweltzeichen RAL-UZ 60 "Recyclinggipsprodukte"
geschaffen worden. Eine Übersicht der aktuellen Hersteller von
Gipskartonplatten mit dem Zeichen des Umweltengels kann unter der
Internetadresse des Umweltbundesamtes
eingesehen werden.
Das Produkt der Entschwefelung ist zuerst ein Gemisch, welches nach der Oxidation mit Luftsauerstoff zu Calciumsulfat-Dihydrat, dem sogenannten REA-Gips, umgewandelt wird. Nach der Entwässerung im Kraftwerk liegt er in Form eines feinen Pulvers mit ca. 10 % Restfeuchte vor. 1990 wurden rund 3,3 Mio. Tonnen REA-Gips aus der Verfeuerung von Stein- und Braunkohle hergestellt, wodurch mehr als die Hälfte des Gesamtbedarfs an Gips gedeckt werden konnte.
Bei Gipsfaserplatten werden bis zu 20 % Altpapierfasern zugesetzt.
Gipskartonplatten werden als folgende Anwendungstypen geliefert:
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GKF Gipskarton-Feuerschutzplatten bei besonderen Anforderungen an die Feuerwiderstandsdauer |
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GKBI Gipskarton-Bauplatten-imprägniert bei besonderer Feuchtebelastung |
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GKFi Gipskarton-Bauplatten-imprägniert bei besonderer Feuchtebelastung und Anforderungen an Brandschutz |
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GKP Gipskarton-Putzträgerplatten |
In Abhängigkeit von der Kantenausformung werden folgende Kantentypen angeboten:
| AK Abgeflachte Kante | |
| VK Volle Kante | |
| RK Runde Kante | |
| HRK Halbrunde Kante | |
| HRAK Halbrunde abgeflachte Kante |
Die Gipskartonplatten werden als "nichtbrennbar" in die Brennstoffklasse A2 eingestuft. Deshalb werden sie gerade in öffentlichen oder brandgefährdeten Bereichen gerne eingesetzt.
Gipskartonplatten unterliegen einer bauaufsichtlichen Überwachung. Sie müssen daher ein sogenanntes Ü-Zeichen tragen. Es besteht aus:
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Marken- |
Werk- |
DIN- Nummer |
Nicht- |
Überwachungs- |
Produktions- |
| GIPSI |
007 |
DIN 18180 |
DIN 4102 |
Ü FMPA |
1.1.2001 |