| Trägerschaft | Wohnberatungsstellen
sind hinsichtlich der Trägerschaft und Organisation sehr unterschiedlich strukturiert.
Meist werden sie von den Kommunen in der Regel dem Sozialamt zugeordnet oder
von Wohlfahrtsverbänden getragen. Immer häufiger jedoch richten Träger der Freien
Wohlfahrtspflege, Wohnungsbaugesellschaften, Verbraucherorganisationen oder
Architektenkammern Beratungsstellen ein. Für betroffene mit Ansprüchen nach BSHG bietet die Beratung durch das Sozialamt den Vorteil, dass Beratung und Finanzierung weitestgehend in einer Hand liegen und im Zusammenhang mit kommunalen Wohnungsbauprogrammen eine schnellere Abwicklung gesichert sein kann. |
| Freie Wohlfahrtspflege | Beratungsstellen der Freien Wohlfahrtspflege wurden aufgebaut, weil hier in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der ambulanten Dienste einerseits Mangelsituationen festgestellt werden können und zum anderen ein ausreichendes Vertrauensverhältnis zur Umsetzung der Lösungen vorhanden ist. Wohnberatung wird auch in Vereinen mit speziell stadtteilpolitischen Zielsetzungen durchgeführt. Hier ist die dezentrale Arbeitsweise von Vorteil. Diese Wohnberatungsstellen sind vorwiegend in Sonderfinanzierung", d. h. als Arbeitsbeschaffungsmodelle eingerichtet. Hierbei besteht aber leider immer das Problem des Auslaufens der Projektförderung. |
| Wohnbau- gesellschaft |
Für die Beratung ihrer steigenden Anzahl von älteren Menschen bieten auch gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaften Wohnberatung an. Hier kommen einige Vorteile zusammen: Anpassungsmaßnahmen können finanziell günstiger durchgeführt werden, da eigene Handwerker zur Verfügung stehen bzw. kleinere Maßnahmen im Zusammenhang mit anderen Modernisierungs- oder Instandhaltungsmaßnahmen in Auftrag gegeben werden können. Außerdem verfügen die Wohnungsgesellschaften bei Umbaumaßnahmen über das nötige technische Know-how. |
| Aufgaben- bereiche |
Das Aufgabenspektrum der
Wohnberatungsstellen ist sehr umfangreich und umfaßt im wesentlichen folgende
Aufgabengebiete:
Die Beratung richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen der betroffenen Menschen. Auf die Entwicklung von Alternativen wird großer Wert gelegt. Man kann zwischen dezentralen und übergeordneten zentralen Wohnberatungsstellen unterscheiden. Die kleineren als dezentrale Stellen eingerichtet bieten Beratungstätigkeiten in Form einer Bringstruktur". D. h. die Beratung erfolgt vor Ort, in der Wohnung des jeweiligen Betroffenen. Zusätzlich werden ambulante" Beratungen in den eigenen Räumen angeboten. |