aufzaehl-1.gif (1068 Byte) Schall-Nebenwege

Schallnebenwege

Schallwellen finden viele Wege, vor allem auch Schleichwege. Schleichwege sind vor allem Fugen. Auch über sogenannte Nebenwege und Flanken kann Schall transportiert werden. Als typische Schwachstellen bei Innentüren können folgende Bereiche genannt werden:

Estriche Bei hochschalldämmenden Türen, etwa ab R'w = 37 dB, ist die Übertragung der Schallenergie durch durchlaufende schwimmende Estriche zu unterbinden, indem eine elastische Fuge unterhalb des Türblattes im Estrich angeordnet wird. Bei Verbundestrichen ist keine Trennung notwendig.
Oberlichter
Glasausschnitte
Auch Oberlichter oberhalb der Tür, seitliche Verglasungen sowie auch Glasausschnitte können den Schall übertragen. Die Dimensionierung dieser Verglasungen sollte so erfolgen, dass das bewertete Schalldämm-Maß der Verglasung allein mindestens um 5 dB über dem anzustrebenden Schalldämm-Maß der Tür liegt.

Bei übergroßen Glasflächen, wenn z. B. seitliche Verglasungen und Oberlichter gleichzeitig angeordnet werden und möglicherweise die Glasfläche die Fläche der Tür übertrifft, wird eine Verglasung der nächsthöheren Schallschutzklasse empfohlen.

Steckdosen
Schalter
Weitere Nebenwegübertragungsmöglichkeiten bestehen bei unmittelbarer Nähe von der Tür liegenden Steckdosen- und Schalterbohrungen, insbesondere in Leichtbauwänden. Bei unsachgemäßer Ausführung finden hier ebenfalls Schallübertragungen statt, welche wegen ihrer geometrischen Nähe gelegentlich fälschlicherweise der Tür zugerechnet werden, jedoch eindeutig nicht vom Monteur der Tür zu verantworten sind.

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