| Schall-Nebenwege |

Schallwellen
finden viele Wege, vor allem auch Schleichwege. Schleichwege sind vor allem
Fugen. Auch über sogenannte Nebenwege und Flanken kann Schall transportiert
werden. Als typische Schwachstellen bei Innentüren können folgende Bereiche genannt werden:
| Estriche | Bei hochschalldämmenden Türen, etwa ab R'w = 37 dB, ist die Übertragung der Schallenergie durch durchlaufende schwimmende Estriche zu unterbinden, indem eine elastische Fuge unterhalb des Türblattes im Estrich angeordnet wird. Bei Verbundestrichen ist keine Trennung notwendig. |
| Oberlichter Glasausschnitte |
Auch
Oberlichter oberhalb der Tür, seitliche Verglasungen sowie auch
Glasausschnitte können den Schall übertragen. Die Dimensionierung
dieser Verglasungen sollte so erfolgen, dass das bewertete
Schalldämm-Maß der Verglasung allein mindestens um 5 dB über dem
anzustrebenden Schalldämm-Maß der Tür liegt.
Bei übergroßen Glasflächen, wenn z. B. seitliche Verglasungen und Oberlichter gleichzeitig angeordnet werden und möglicherweise die Glasfläche die Fläche der Tür übertrifft, wird eine Verglasung der nächsthöheren Schallschutzklasse empfohlen. |
| Steckdosen Schalter |
Weitere Nebenwegübertragungsmöglichkeiten bestehen bei unmittelbarer Nähe von der Tür liegenden Steckdosen- und Schalterbohrungen, insbesondere in Leichtbauwänden. Bei unsachgemäßer Ausführung finden hier ebenfalls Schallübertragungen statt, welche wegen ihrer geometrischen Nähe gelegentlich fälschlicherweise der Tür zugerechnet werden, jedoch eindeutig nicht vom Monteur der Tür zu verantworten sind. |