Holz und Holzwerkstoffe sind Materialien, die auf Feuchtigkeitsänderungen reagieren. So lange auf beiden Seiten das gleiche Klima herrscht, bleiben Türen gerade. Kalte und feuchte Luft auf der Außenseite hat zur Folge, dass die eingesetzten Materialien quellen. Die gleichen Werkstoffe auf der Innenseite dagegen schwinden bei warmer und trockener Luft. Die Folge ist, dass die Tür "krumm" wird. Je größer der Unterschied von Temperatur und Feuchtigkeit zwischen den beiden Türblattoberflächen ist, um so größer ist die Gefahr einer Verformung. Insofern sind Wohnungsabschlusstüren oder Haustüren, die den warmen Innenraum vom Außenklima trennen, besonders betroffen, und Verformungen sind hier nicht zu vermeiden. Durch funktionsgerechte Türkonstruktionen, Materialauswahl und Fertigungsweisen werden die Verformungen jedoch in akzeptablen Grenzen gehalten.

Klimakategorie I

warme Seite 
23 °C, rel. Luftfeuchte 30 %
kalte Seite 
18 °C, rel. Luftfeuchte 50 %

Klimakategorie II

warme Seite 
23 °C, rel. Luftfeuchte 30 %
kalte Seite 
13 °C, rel. Luftfeuchte 65 %

Klimakategorie III

warme Seite
23 °C, rel. Luftfeuchte 30 %
kalte Seite
3 °C, rel. Luftfeuchte 80 %

Den Klimakategorien können entsprechend der RAL-Güterichtlinie "Innentüren" bestimmte Einsatzbereiche empfohlen werden. Entscheidend für die Beurteilung von Verformungen bleibt, dass die vereinbarten Funktionen jederzeit gewährleistet sind. Dies betrifft Fragen der evtl. erforderlichen Dichtung, der Schalldämmung und der Schließfähigkeit.

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