Die Schönheit eines Fensters oder Haustür hängt vor allem von seiner Oberfläche ab. Die jeweils dafür eingesetzten Holzarten beeinflussen die Beständigkeit des Bauteils und seine Farben. Bei Holzarten mit einer Resistenzklasse von 4 bis 5 bedarf es neben des konstruktiven auch eines chemischen Holzschutzes. Die Bauvorschriften der Länder schreiben vor, dass diese Hölzer einen Bläueschutzgrund erhalten, um sie vor dem Befall des Bläuepilzes zu schützen. Abweichungen davon bedürfen der ausdrücklichen Abmachung zwischen Bauherrn und Betrieb.

Für die farbliche Gestaltung der Holzoberflächen gilt es folgendes zu beachten:

dunkle Beschichtungen können während der Sommermonate die Oberfläche bis auf 80 °C aufheizen. Bei harzreichen Hölzern, wie z. B. Kiefer ist dann ein Austritt von Harz unvermeidbar. Durch die Erwärmung trocknet das Holz sehr aus, Risse bilden sich, wodurch bei Regenbelastung Feuchtigkeit eintreten kann. Dadurch können Holzschäden verursacht werden.
Farblose oder sehr helle Lasuren bringen ebenfalls Probleme mit sich, da sie durch ihren zu geringen Pigmentanteil nicht in der Lage sind, die auf der Oberfläche auftreffenden UV-Strahlen von der Holzoberfläche fernzuhalten. Das Holz wird dadurch angegriffen und die Lasur blättert ab.

Damit Sie sich in der Fülle der Begriffe etwas besser orientieren können, haben wir ein kleines Begriffslexikon zusammengestellt. Zu besseren Entscheidung über den möglichen Farbton empfehlen wir unseren Anstrichcheck.

Alle Fenster unterliegen im Laufe ihrer Nutzung einer Abnutzung, die die Funktionalität und Oberflächengüte beeinträchtigt. Deshalb sollte in regelmäßigen Abständen eine professionelle Betreuung und Wartung der Fenster erfolgen, um eine lange Lebensdauer zu gewährleisten. Näheres zu dem Thema kann hier nachgelesen werden.
Lasuren 

Lasuren haben die Eigenschaft, die Farbe und Struktur des Holzes noch durchscheinen zu lassen. Bei Fenstern und Türen sollten ausschließlich Dickschichtlasuren zum Einsatz kommen, welche eine ausreichende Maßhaltigkeit des Bauteils sicherstellen. Nur so lässt sich das Auftreten von Rissen bzw. das Abblättern der Lasur über einen längeren Bewitterungszeitraum vermeiden. Dazu bedarf es aber einer Mindestschichtdicke von 80 µm. Lasuren haben die Eigenschaft Wasser abzuhalten, während die Feuchtigkeit als Dampf die Oberfläche durchdringt. Das Holz "atmet" also noch und kann Feuchtedifferenzen zwischen Innen und Außen besser abbauen.

Heutige Lasuren basieren alle auf Wasser, sind also besonders umweltfreundlich. Diese Wasserlasuren haben zudem in Versuchen eine deutlich höhere Witterungsbeständigkeit bewiesen gegenüber den früheren, lösemittelhaltigen Beschichtungen. Wenn Sie mit der Maus über die Farbbezeichnungen fahren, können Sie die verschiedenen Farbmöglichkeiten von Lasuren erkennen.


Durch Anklicken des Bildes können Sie noch mehr Informationen zu den RAL-Farben abrufen.

Lacksysteme

Durch den hohen Pigmentanteil bieten deckende Lacksysteme einen besonders guten Oberflächenschutz. Dafür ist aber die Farbe und die Maserung des Holzes nicht mehr erkennbar. Empfehlenswert ist es die letzte Schicht im eingebauten Zustand aufzutragen, weil so kleine Beschädigungen während der Bauphase wieder beseitigt werden können. Der farblichen Gestaltung sind durch die RAL-Farbtonpalette keine Grenzen gesetzt. Auch deckende Lacke werden heute überwiegend auf Wasserbasis eingesetzt oder zumindest in lösemittelarmen Systemen. Gegenüber den Lasuren ist allerdings eine höhere Mindestschichtdicke von 100 µm erforderlich.