hHolz und Technik
Das Studium zum staatlich geprüften Holztechniker qualifiziert für mittlere Führungsaufgaben in den Bereichen Produktionsplanung und Fertigungssteuerung und kann an ca. 18 Fachschulen in Deutschland erfolgen. Die Weiterbildung dauert, je nachdem ob in Vollzeit- oder Teilzeitform, entweder zwei oder vier Jahre. Teilnahmevoraussetzungen sind der Gesellenbrief und mindestens zwei Jahre Berufspraxis.

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Innovative Lerninhalte
Stundentafel
Projektarbeit
Technikerschulen

 

 

 

 

 

 

 

 

Innovative Lerninhalte

Konsequenter Einsatz rechnergestützter Technologien im Unterricht von Anfang an

Datenbank, Tabellenkalkulation, Textverarbeitung, CAD/CAM und CNC-Technik
Datenaustausch zwischen modern vernetzten Workstations und Fertigungsrechnern mit einem leistungsfähigen zentralen Server: schnelle 100 MBit Anschlüsse in einem modernen 32-BIT-Serversystem mit Windows NT 4.0
Voll funktionsfähiges, objektorientiertes CAM-System zusammen mit einer Schnittoptimierung und Visualisierungsmöglichkeiten als Unterrichtsbasis für alle Fertigungsprojekte
Hausintern im Unterricht über Jahre entwickeltes PPS-System auf Standarddatenbankbasis (ACCESS): direkt nutzbar und im Vergleichseinsatz zu marktüblichen modernen Branchenpaketen
Zusammenarbeit mit Ingenieurbüros , Universitäten  und Betrieben  
Handlungsorientierter auf Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit zielende
Organisationsstrukturen und Lerninhalte
Im Klassenverband durchgeführte Projektarbeitsphasen über ca. 8 Wochen, praxisrelevante gemeinsame Aufgabenfindung und –bearbeitung in Zusammenarbeit mit Firmen, Behörden und Instituten

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Stundentafel (Beispiel Technikerschule Ahaus)

Fächer

1. 
Semester

2. 
Semester

3.
Semester

4.
Semester

Gesamt

Fachrichtungsübergreifend

Kommunikation

2

2

2

-

120

Englisch 

2

2

2

2

160

Betriebswirtschaft

3

3

-

-

120

Personalwirtschaft  Soziologie/Politik

-

-

2

2

80

 

Fächer

1.
Semester

2.
Semester

3.
Semester

4.
Semester

Gesamt

Fachrichtungsbezogen

Werkstofftechnik/ Qualitätssicherung

4

4

-

-

160

Informationstechnik/ technische Kommunikation

6

6

-

-

240

Mess-, Steuer- und Regelungstechnik

3

3

-

-

120

Entwurf und Konstruktion

3

3

4

4

280

Fertigungstechnik 

3

3

6

6

360

Produktionsplanung und -steuerung

-

2

4

4

200

Betriebsplanung / Qualitätsmanagement

2

2

2

-

120

Rechnungswesen 

-

-

4

2

120

Projektarbeit

-

-

8

8

320

 

Fächer

1.
Semester

2.
Semester

3.
Semester

4.
Semester

Gesamt

Wahlbereich

Bauelemente (Fenster/Türen)

2

2

-

-

80

Umweltmanagement 

2

2

-

-

80

Datenbank 

2

-

-

-

40

CNC-Technik
Werkstoffprüfung

-

2

2

 

80

FT-Übung CAM

1

1

1

1

80

  
Gesamtstunden

35

37

37

29

2760

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Projektarbeiten (Beispiel Technikerschule Ahaus)
Fertigungsprojekt In einer zusammenhängenden Projektphase von ca. 10 Wochen wurde in modern
ausgestatteten Rechnerräumen und Werkstätten mit vernetzten Strukturen eine variable Kleinserie (z.B. 50 Stehpulte) als konkrete Auftragsabwicklung rechnergestützt geplant, visualisiert, konstruiert, kalkuliert und überwiegend mit Sägecenter, Kantenanleimmaschine und CNC-Bearbeitungszentrum gefertigt. Dabei kamen CAD-Systeme, Verschnittoptimierung, PPS-Datenbanksysteme unter Windows und objektorientierte CAD/CAM-Systeme (Imos) zum Einsatz. Solche rechnergestützten Technologien reduzieren die Auftragsdurchlaufzeiten beträchtlich. Durch in der Technikerschule Ahaus entwickelte Verwaltungssysteme auf der Basis marktüblicher Datenbanken (Access) lassen sich u.a. im Bereich Werkzeugkreislauf weitere Rationalisierungspotentiale ausschöpfen. Während des Fertigungsprojektes wurde unter dem aktuellen Aspekt der Qualitätssicherung ein schulinternes QM-Handbuch vorbereitet und somit die angehenden Techniker zukunftsorientiert mit den Grundlagen des Qualitätsmanagements vertraut gemacht.
Betriebsplanungsprojekt In etwa sieben Wochen wurde für einen mittelständischen Unternehmer der Region eine Fertigungsstätte auf einem vorhandenen Grundstück komplett neu konzipiert. Diese neue Betriebsstätte wurde in allen Bereichen eigenständig durchgeplant. Die Themenbereiche „Fertigungstechnik“, „Personal“, „Bautechnik“ und „Betriebswirtschaft“ wurden von Schülern bearbeitet. Das bedeutete, selbständig Angebote und Informationen einzuholen und Gespräche  mit Vertretern von Firmen, zuständigen Stellen sowie Institutionen zu führen. Die Informationen mehrerer Teams wurden ausgewertet und zu einer Gesamtlösung zusammengefasst. Im Plenum wurden Alternativlösungen für die Firma entwickelt und dokumentiert. Im Rahmen einer umfassenden Projektpräsentation stellten die angehenden Techniker dem Firmeninhaber und den Lehrern die Ergebnisse vor.
Vorbereitung eines Umweltmanagement-Systems Innerhalb von ca. acht Wochen wurde ein Umweltmanagement-System nach der Öko-Audit- Verordnung und in Anlehnung an die Norm DIN ISO 14001 exemplarisch für die  Holzabteilung des Berufskollegs für Technik Ahaus entwickelt und für die Umsetzung vorbereitet. Von der Erfassung der Problemstellung über die Ist-Analyse und Ermittlung der Schwachstellen bis zur Entwicklung von Lösungsvarianten und der Erstellung eines Maßnahmenkatalogs einschließlich der erforderlichen Dokumentation mussten alle Aufgaben zur Vorbereitung einer möglichen Auditierung selbständig im Team bewältigt werden. Es lagen keinerlei Erfahrungen vergleichbarer Institutionen vor, weil die Holztechnikerschule Ahaus mit dieser Aufgabenstellung für eine Projektarbeit wieder ein für viele Schulen richtungsweisendes innovatives Thema vorgegeben hatte. In der Dokumentation wurden viele praxisgerechte  Anregungen für methodische Umsetzungen entwickelt, Verfahrensanweisungen formuliert und Grundzüge eines Umweltmanagement-Handbuches als wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Einführung eines „Integrierten Managementsystems“ mit den Aspekten „Sicherheit“, „Umwelt“ und „Qualität“ vorgestellt.

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